Widerruf von Darlehensverträgen

Über Jahre hinweg waren die in den Darlehensverträgen verwendeten Widerrufsbelehrungen, in den allermeisten Fällen, fehlerhaft. Dies hat dazu geführt, dass die Möglichkeit zur Ausübung des Widerrufsrechts praktisch nie endete.

Fristloses Widerrufsrecht bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung

Was bedeutet das für Sie?

Sie können sich von Ihrem Darlehensvertrag lösen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen, daneben können Sie sich den aktuell günstigen Zinssatz sichern. Die Möglichkeit des Widerrufs besteht auch in den Fällen, in denen der Darlehensvertrag bereits ausgelaufen ist. Daraus folgt, dass auch eine gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückgezahlt werden kann.

Wenn Sie in dem entscheidenden Zeitraum 2002-2010 einen Darlehensvertrag abgeschlossen haben, empfehlen wir in einem ersten Schritt die Richtigkeit der Widerrufsbelehrung prüfen zu lassen. Gern steht Ihnen unsere Kanzlei für die Überprüfung Ihrer Unterlagen zur Verfügung. Anschließend helfen wir Ihnen dabei, sich zunächst außergerichtlich mit Ihrem Vertragspartner auseinanderzusetzen und klären auch die Deckung Ihrer Rechtsschutzversicherung, bzw. helfen Ihnen dabei eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

Widerrufsfrist beginnt erst mit Erhalt der Widerrufsbelehrung

Das gesetzliche Widerrufsrecht ist in §§ 355 ff BGB geregelt. Dabei gilt grundsätzlich, dass der Vertragspartner (hier die Bank) ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehren muss, erst dann beginnt die Widerrufsfrist zu laufen. Gerade dies stellte sich für die Banken schwieriger dar, als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Zwar hat der Gesetzgeber eine Musterwiderrufsbelehrung veröffentlicht, an der sich die Banken orientieren konnten, allerdings bestand diese aus einer Art „Baukastenprinzip“, wodurch schon bei der Kombination der Bauteile Schwierigkeiten zu sehen waren. Auch mussten die Banken eine ladungsfähige Adresse beifügen, ladungsfähig ist jedoch kein Postfach. Daneben gab es Verstöße gegen das Deutlichkeitsgebot: Widerrufsbelehrungen müssen deutlich hervorgehoben werden und auch der Beginn der Widerrufsfrist muss für den Verbraucher klar erkennbar sein (der im Vertragstext oft verwendete Zusatz „frühestens“ ist somit unzulässig).

Ob ein solcher Verstoß gegen das Deutlichkeitsgebot auch in Ihrem Fall vorliegt, klären wir gern für Sie. Über unser Kontaktformular können Sie Ihre Vertragsunterlagen sicher an uns übermitteln und eine Erstberatung anfordern. Innerhalb einer Woche liegt Ihnen das Ergebnis vor. Sollte sich Ihre Widerrufsbelehrung als fehlerhaft erweisen und diese ebenso von der Musterwiderrufsbelehrung des Gesetzgebers abweichen, so können wir Ihren Darlehensvertrag erfolgreich widerrufen.

Sprechen Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung an! [Erstberatung]

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