Widerruf von Darlehensverträgen

Über Jahre hinweg waren die in den Darlehensverträgen verwendeten Widerrufsbelehrungen, in den allermeisten Fällen, fehlerhaft. Dies hat dazu geführt, dass die Möglichkeit zur Ausübung des Widerrufsrechts praktisch nie endete.

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Keine Verwirkung des Widerrufsrechts: Oberlandesgericht entscheidet zugunsten der Verbraucher

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat mit Urteil vom 26.08.2015 Az.: 17 U 202/14 unter anderem entschieden, dass ein Widerruf, der ca. 9,5 Jahre nach der Vertragserklärung und knapp 4 Jahre nach vollständiger Rückführung des Darlehens ausgeübt wurde, nicht verwirkt war. Die Begründung: das sogenannte Umstandsmoment war nicht erfüllt. Das bloße Zeitmoment – das Auslaufen der Frist – ist somit kein hinreichender Grund, um einen Widerruf abzulehnen. Die bisherige Argumentation der Banken, dass ein Widerruf verjährt und damit verwirkt sei, ist somit haltlos.

Das Urteil des OLG ist eine richtungsweisende Entscheidung für den Verbraucher. So kann auch Jahre nach vollständiger Rückführung des Darlehens und nach Ablauf der Widerrufsfrist ein Widerruf erklärt werden – sofern Fehler in der Widerrufsbelehrung nachweisbar sind. Über mögliche Fehlerquellen in Widerrufsbelehrungen klären wir Sie auch unter folgendem Link auf: https://www.wjhp.de/widerrufsrecht/formulierungen/

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Widerruf auch nach vollständiger Kreditablösung noch möglich

Seit Einführung des neuen Widerrufsrechts im Jahre 2002 muss dem Verbraucher beim Abschluss eines Darlehens- oder Kreditvertrages eine Widerrufsbelehrung ausgehändigt werden. Wenn diese Widerrufsbelehrung Formfehler besitzt, hat die 14-tägige Widerrufsfrist nicht zu laufen begonnen und der Vertrag kann jederzeit widerrufen werden – auch Jahre nach Vertragsabschluss. Das ist auch dann noch möglich, wenn der Verbraucher sein Darlehen bereits abgelöst hat!

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